Ratgeber

Vereinfachte Medizinverabreichung?

Wie verabreicht man einem Hund Medizin bzw. überredet ihn dazu, Pillen zu schlucken?

Hunde und Medizin, das ist oft keine gute Kombination. Als ob es der Vierbeiner erahnen könnte, was er da schlucken soll, wird die Einnahme von Medizin – insbesondere von Tabletten bzw. Pillen – oft strikt verweigert. Viele Hundebesitzer sind ratlos und gehen schließlich zum Tierarzt, der ihrem Tier die Medizin verabreichen soll. Dabei ist es gar nicht so schwer, den Hund quasi zu überlisten, seine Medizin zu nehmen, wenn einige Tipps und Tricks beachtet werden.

Medizin und Nahrung klappt fast immer!

Der einfachste Weg, einem Hund die notwendige Medizin zu verabreichen, führt immer über die Nahrung. Das bedeutet konkret: Die Tablette wird einfach zum Trocken- oder Feuchtfutter hinzugegeben. Nun verstehen sich einige Hunde meisterhaft darin, ihren gesamten Napf mit der Nahrung leer zu fressen und eine zugegebene Tablette fein säuberlich herauszusortieren und liegen zu lassen. In diesem Fall muss der Hundehalter etwas mehr Fantasie walten lassen. Eine Tablette lässt sich beispielsweise wunderbar in eine Scheibe Schinken einrollen, die dem Hund dann zu fressen gegeben wird. Auch viele Hundeleckerlis, die im Fachhandel zu kaufen sind, sind weich genug, um darin Tabletten bzw. Pillen zu verstecken.

Noch einfacher funktioniert das Ganze, wenn es sich bei der Medizin um Tropfen handelt. Diese können ganz einfach über das Trocken- oder Nassfutter gegeben werden. Sind die Tropfen relativ geruchs- bzw. geschmacksneutral, können sie auch dem Trinkwasser für den Hund zugemischt werden.

Manchmal ist es erforderlich, dem Hund die Medizin direkt ins Maul zu verabreichen. Viele Hundebesitzer scheuen sich davor, da Hunde so etwas nicht gerne mögen. Falls es doch notwendig ist, sollte darauf geachtet werden, dass der Hund die Tablette oder Pille nicht unbemerkt wieder ausspucken kann. Hierfür empfiehlt es sich, sie möglichst tief in den Rachen zu legen, so dass der Schluckreflex auslöst, wodurch die Tablette nicht wieder zu Tage gefördert werden kann.

Gewalt ist keine Lösung

Keinesfalls sollte versucht werden, dem Hund die Medizin mit Gewalt zu verabreichen. Die meisten Hunde sind sehr sensibel und merken sich eine solche Aktion, wodurch der Erfolg auf Dauer fast immer verhindert wird. Mit Liebe und der nötigen Zuwendung sowie Geduld gelingt es jedoch meist, dem Hund die Medizin so zu „verkaufen“, dass er sie letztendlich annimmt.

Trick 17

Zu guter Letzt noch ein besonderer Trick: Manche Hunde verweigern die Aufnahme von Nahrung und sollen genau dafür eine notwendige Medizin verabreicht bekommen. Die Medizin soll also dafür sorgen, dass der Appetit des Hundes wiederkehrt. In diesem Fall ist es kaum möglich, die Medizin mit dem Fressen zu verabreichen, da er ja gerade nicht fressen will. Hier kann es sich lohnen, ein Kauspielzeug anzuschaffen, das weich genug ist, um darin die Medizin zu verstecken. Auch wenn der Hund nichts frisst, ein Spielzeug zum Kauen hat er in der Regel trotzdem gern. Mit diesem Trick nimmt er unbemerkt die Medizin auf und es stellt sich der gewünschte Erfolg ein.

Wenn gar nichts mehr hilft, bleibt nur noch der Gang zum Tierarzt. Dieser kennt die notwendigen Tricks und Methoden, um einen fressunwilligen Hund trotzdem die notwendige Medizin zu verabreichen. Auch hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass der Tierarzt mit Ruhe und Gefühl vorgeht, damit es für den Hund nicht so unangenehm wird und er sich diese Prozedur für das nächste Mal merkt.

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