Ratgeber

So schütze ich die Pfoten meines Hundes

Die Pfoten sind für einen Hund ein ganz besonderes Werkzeug und Körperteil. Sie verbinden ihn nicht nur mit dem Boden bzw. der Erde, die Pfoten sind auch für zahlreiche Körperfunktionen des Hundes ein besonders wichtiger Bestandteil.

Was viele nicht wissen: Ein Hund kann ausschließlich über seine Pfoten schwitzen. Das bedeutet, der Hund hat am restlichen Körper keinerlei Schweißdrüsen, die im zum Beispiel im Sommer bei heißen Temperaturen einen kühlenden Schweißfilm auf der Haut bescheren und somit für den notwendigen Temperaturausgleich sorgen. Diese Schweißdrüsen sitzen beim Hund ausschließlich im Bereich der Pfoten bzw. der Pfotenballen.

Des Weiteren laufen an den Pfotenballen zahlreiche Nerven zusammen. Somit ist es ähnlich wie bei der menschlichen Fußsohle – auch diese ist besonders empfindlich, weil auf ihr zahlreiche Nervenpunkte zusammenlaufen. All das sollte dazu führen, dass der Hundebesitzer den Pfoten seines Vierbeiner besondere Aufmerksamkeit schenkt und diese so gut wie möglich schützt. Doch wie gelingt das?

Saisonal angepasster Schutz

Der Schutz der Pfoten des Hundes sollte auf die jeweilige Jahreszeit zugeschnitten sein. Im Sommer gilt es, die empfindlichen Pfoten insbesondere vor heißem Asphalt zu schützen. Die Menschen, welche in der Regel immer in Schuhen unterwegs sind, merken häufig gar nicht, wie sehr sich der Asphalt im Sommer bei Temperaturen über 30 Grad aufheizen kann. Es ist durchaus möglich, dass die Straßenoberfläche Temperaturen von 50 oder gar 60 Grad Celsius aufweist. Wenn ein Hund hier mit ungeschützten Pfoten darüber läuft, kann er sich  schmerzhafte Verbrennungen zuziehen.

Damit dies nicht passiert, ist es besser, in der heißen Jahreszeit möglichst auf Feldwegen, Wiesen und ähnlich kühlem Untergrund Gassi zu gehen. Lässt es sich überhaupt nicht vermeiden, dass der Hund über Asphalt laufen muss, so können ihm spezielle Schuhe angezogen werden. Diese sind in der Regel aus Silikon oder einem temperaturbeständigen Kunststoff gearbeitet und sorgen dafür, dass die Pfotenballen keinen Kontakt mit dem heißen Asphalt bekommen.

Und im Winter?

Den meisten Hunden macht es nichts aus, im Winter auch bei Eis und Schnee draußen zu laufen. Vorsicht ist jedoch angebracht, wenn der Hund über eine Straße oder einen Gehweg  läuft, auf der bzw. dem Streusalz ausgebracht wurde. Das Streusalz ist äußerst aggressiv und greift die empfindlichen Pfotenballen des Hundes nahezu sofort an. Es kann dem Hund große Schmerzen bereiten und ist nur schwer wieder zu entfernen. Auch hier empfiehlt es sich, den Hund nur dort laufen zu lassen, wo kein Salz gestreut wird.

Da die Pfotenballen im Winter schnell rissig werden können, sollten diese rechtzeitig behandelt werden. Es gibt bei Tierärzten und Tierfachhandel spezielle Cremes und Lotionen zu kaufen, mit denen die Pfotenballen regelmäßig eingetrieben werden sollten. Dadurch wird die Haut geschmeidiger und Risse bilden sich wesentlich seltener. Eine pflanzliche Alternative dazu ist der Pfotenbalsam, welcher zum Beispiel im Fitono-Dog Onlineshop angeboten wird. Der wasserfreie Balsam schützt die Pfoten der Vierbeiner optimal vor Eis, Schnee, Kälte oder Streusalz und übt gleichzeitig eine pflegende Wirkung aus.

Außerdem…

Ein entsprechender Schutz der Pfoten kann ebenfalls notwendig sein, wenn der Hund beispielsweise auf Schotter oder Kies laufen soll. Vielen Hunden bereiten die spitzen Steine Schmerzen, so dass ihnen allenfalls ein ganz kurzes Stück auf derartigen Straßen zugemutet werden sollte. Wer es nicht vermeiden kann, mit seinem Hund auf Schotter- oder Kieswegen unterwegs zu sein, der sollte seinem Hund zuvor entsprechende Schutzschuhe aus Kunststoff oder Silikon anziehen. Mit diesen wird der Kontakt zwischen den empfindlichen Pfotenballen und den spitzen Steinen vermieden und der Hund fühlt sich wesentlich wohler.

Bildquelle: https://pixabay.com/de/

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